Bei Emmaus wohnen
Der Verein Emmaus hat verschiedene Angebote für Menschen,
die von Suchtmitteln abhängig waren. Ein solches Angebot ist die Möglichkeit, bei Emmaus zu wohnen.
Sie möchten wieder eine feste Wohnung haben?
Sie sind bei uns richtig, wenn Sie:
eine Wohnung suchen,
damit Sie sich eine neue Lebens-Grundlage schaffen können.bei einer Wohn-Gemeinschaft mitmachen wollen.
Ihre Freizeit selbstständig gestalten wollen.
Verantwortung für die täglichen Aufgaben übernehmen wollen.
an gemeinsamen Unternehmungen teilnehmen möchten
und Teil einer Gemeinschaft sein wollen.andere Menschen kennen lernen möchten,
die aus der Abhängigkeit herausgefunden haben und
Sie dabei unterstützen können, abstinent zu bleiben.
Das heißt, dass Sie ohne Suchtmittel leben wollen.
Was bieten wir Ihnen?
Wenn Sie von Suchtmitteln abhängig waren und
in einer Wohn-Gemeinschaft leben wollen,
bekommen Sie bei uns:
die Gelegenheit, in Wohn-Gemeinschaften für Frauen und
Männer einzuziehen, denen es wichtig ist,
ohne Suchtmittel zu leben.unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit,
Kinder in das Wohn-Haus für Frauen mitzunehmen.eine angenehme Wohn-Umgebung mit Einzelzimmern
in Häusern mit Garten in Innsbruck und Völs.psycho-therapeutische Betreuung im Wohn-Haus.
Hilfe zur Selbst-Hilfe,
Das heißt, sie werden dabei unterstützt,
Dinge selbst zu erledigen.
Was erwarten wir von Ihnen?
Wenn Sie von Suchtmitteln abhängig waren und
in einer Wohn-Gemeinschaft leben wollen,
erwarten wir von Ihnen, dass Sie:
bereit und fähig sind,
mit anderen in einer Wohn-Gemeinschaft zu wohnen.bei der Haus-Arbeit und bei der Reinigung mitarbeiten.
Sie sich am Gemeinschafts-Leben und
am therapeutischen Angebot eifrig beteiligen.
Beim therapeutischen Angebot bekommen Sie Unterstützung
bei körperlichen oder seelischen Problemen.fähig sind,
Ihren Alltag zu meistern und für sich zu sorgen.
Bei Emmaus arbeiten
Der Verein Emmaus hat verschiedene Angebote für Menschen,
die von Suchtmitteln abhängig waren.
Ein solches Angebot ist die Möglichkeit,
bei Emmaus zu arbeiten.
Sie möchten wieder arbeiten?
Sie sind bei uns richtig, wenn Sie:
eine Arbeit suchen, um wieder eine Lebens-Grundlage zu haben.
sich wieder ins Berufsleben eingliedern möchten.
bereit sind, Leistungen zu erbringen,
für die Sie nach Kollektiv-Vertrag bezahlt werden.
Der Kollektiv-Vertrag ist eine Vereinbarung.
In dieser Vereinbarung steht zum Beispiel
wie viel Geld Sie für die Arbeit bekommen.wieder körperlich arbeiten möchten und
sich dabei mit Ihrer Leistung und Erfahrung einbringen möchten.eine Gemeinschaft suchen,
die Sie durch regelmäßige Arbeit und
durch die Hilfe von anderen betroffenen Menschen unterstützt.
Was bieten wir Ihnen?
Wenn Sie von Suchtmitteln abhängig waren und wieder arbeiten wollen,
bekommen Sie bei uns:
ein vollwertiges Arbeits-Verhältnis in einem Betrieb,
der vielseitige Dienst-Leistungen anbietet.
Zum Beispiel Garten-Arbeiten oder ein Bügel-Service.Unterstützung bei Schwierigkeiten beim Arbeiten.
Kontakt mit Kundinnen und Kunden beim Erledigen von Arbeiten
im Garten und in Wohnungen oder Häusern.eine ehrliche Rückmeldung,
wie Sie am besten eingesetzt werden,
damit Sie wieder am ersten Arbeitsmarkt einsteigen können.Beratung und Vermittlung beim Wieder-Einstieg in den Beruf und
auch bei anderen lebenswichtigen Zielen.die Unterstützung durch eine Sozialarbeiterin.
Einzel-Gespräche und Gruppen-Gespräche,
um zum Beispiel Ihre Erlebnisse bei der Arbeit zu besprechen.Hilfe zur Selbst-Hilfe.
Das heißt, sie werden dabei unterstützt,
Dinge selbst zu erledigen.
Was erwarten wir von Ihnen?
Wenn Sie von Suchtmitteln abhängig waren und wieder arbeiten wollen,
erwarten wir von Ihnen, dass Sie:
bereit sind mitzuarbeiten.
körperlich für die Arbeit geeignet sind.
sich für neue und herausfordernde Aufgaben interessieren,
auch wenn Sie keine Ausbildung für diese Aufgaben mitbringen.im Team zusammenarbeiten möchten.
sich anpassen können.
Psychotherapie
Was passiert in der Psycho-Therapie?
Für Menschen mit einer Sucht-Erkrankung ist
die Psycho-Therapie neben Wohnen und
Arbeit das dritte grundlegende Angebot von Emmaus.
Das Wort Psycho-Therapie
ist aus 2 griechischen Wörtern zusammen gesetzt:
Psycho betrifft die Seele und
wird so ausgesprochen: Psüche.
Therapie heißt Heil-Behandlung.
Die Psycho-Therapie hilft Menschen bei seelischen Problemen.
Am Anfang steht eine medizinische Behandlung in einer Klinik.
Dort gewöhnen sich die Menschen
mit einer Sucht-Erkrankung diese Sucht ab.
Das nennt man auch Entzug oder Entwöhnung.
Das kann 6 bis 8 Wochen dauern.
Danach können die Betroffenen abstinent bleiben,
das heißt, dass sie keine Suchtmittel mehr nehmen.
Das psycho-therapeutische Angebot soll
die persönliche Entwicklung fördern und
die Fähigkeit weiter stärken, ohne Suchtmittel zu leben.
In der Psycho-Therapie setzen sich die Betroffenen damit auseinander,
wie sie süchtig geworden sind und
wie es ihnen in der Vergangenheit mit ihrer Sucht gegangen ist.
Und sie setzen sich auch damit auseinander,
was die Sucht bei ihnen persönlich gefördert hat.
Um was geht es in der Psycho-Therapie?
In der Psycho-Therapie sollen Antworten
auf folgende Fragen gefunden werden:
Warum soll ich ohne Suchtmittel leben?
Welche Interessen und Talente habe ich?
Was kann ich tun,
wenn ich mich ohne Sucht innerlich leer fühle?Wie kann ich kleine und große Ziele erreichen?
Was will ich überhaupt tun?
Was gefällt mir eigentlich?
In der Psycho-Therapie geht es auch darum,
sich selbst neu kennen zu lernen.
Und es geht darum, sich zu überlegen,
wie man am besten mit dem Druck umgehen kann,
der bei Sucht entsteht.
Wichtig ist es auch zu erkennen,
wann eine Rückfall-Gefahr besteht.
Wie läuft die Psycho-Therapie genau ab?
Die Therapie ist so aufgebaut:
Einmal in der Woche gibt es ein Einzel-Gespräch.
Wenn Sie hier klicken,
sehen Sie nähere Informationen zum Einzel-Gespräch
in schwerer Sprache.Für Frauen und Männer gibt es getrennte Gruppen.
Wenn Sie hier klicken,
sehen Sie nähere Informationen zur Frauengruppe
in schwerer Sprache.
Wenn Sie hier klicken,
sehen Sie nähere Informationen zur Männergruppe
in schwerer Sprache.Für ganz schwierige Situationen gibt es die Krisen-Intervention.
In diesen Situationen greift die Leitung der Psycho-Therapie stark ein.Alle Klientinnen und Klienten treffen sich einmal im Monat
in der Groß-Gruppe.Einmal in der Woche gibt es eine Achtsamkeits-Gruppe.
In dieser Gruppe geht es um die Selbst-Beobachtung,
zum Beispiel des Körpers, der Gedanken und der Gefühle.
Die Teilnahme an dieser Gruppe ist freiwillig.Wenn es für Sie notwendig ist,
können Sie auch von einer Psychiaterin oder
einem Psychiater begleitet werden.
Eine Psychiaterin oder ein Psychiater ist eine Fachärztin oder
ein Facharzt für seelische Probleme.
In der Therapie ist Achtsamkeit eine wertvolle Hilfe bei
der Vorbeugung gegen Rückfälle.
Die Fähigkeit zur Achtsamkeit ist in den letzten Jahren
für die Behandlung von Sucht immer wichtiger geworden.
Die Achtsamkeit hat verschiedene Wirkungen:
Sie wirkt sich positiv darauf aus,
für lange Zeit abstinent zu bleiben und
dabei zufrieden zu sein.
Das Üben der Achtsamkeit kann helfen,
gegen Rückfälle vorzubeugen und schwierige Situationen zu überstehen.
Zum Üben der Achtsamkeit verwenden wir ein bestimmtes Programm.
Dieses Programm kommt aus Amerika und
ist in vielen Ländern anerkannt.
Das Programm geht davon aus,
dass Achtsamkeit die Grundlage für eine Vorbeugung gegen
Rückfälle bei Sucht-Erkrankungen ist.
Wenn Sie mehr über unsere Arbeitsweise wissen möchten,
klicken Sie bitte hier für weitere Informationen in schwerer Sprache.
Wenn Sie im Radio Freirad nachhören möchten,
was wir dort über Achtsamkeit gesagt haben,
klicken Sie bitte hier.